Stylizer – ein fantastischer CSS-Editor

Üblicherweise arbeiten dedizierte CSS-Editoren oder solche in Web-IDEs alle nach einem ähnlichen Prinzip: Man gibt den Code manuell ein und ändert ihn auch so. Auch in sogenannten WYISWYG-Editoren wie Dreamweaver ist die Ansicht in aller Regel neu zu laden, um Änderungen sehen zu können. Weiterhin arbeitet der Webworker aller Wahrscheinlichkeit nach mit der Firefox-Erweiterung Firebug, um sich den CSS-Code auf einer Webseite ansehen zu können.

Stylizer von der kanadischen Firma Skybound verfolgt einen verblüffend anderen Weg als üblich, der im Prinzip den Firebug-CSS-Ansatz in einen mächtigen Editor verfeinert. Statt eine CSS-Datei gezielt zu öffnen, öffnet man eine Webseite, sei es lokal oder über FTP. Die wird dann im Editor angezeigt, an der rechten Seite werden alle Styles des Stylsheet gelistet und können auf verschiedene Weise manipuliert werden, nicht nur über Direkteingabe von Werten, sondern auch mit Schiebereglern beispielsweise für numerische Parameter.

Ganz im Ernst: Wenn man das zum ersten Mal sieht, dann fragt man sich eigentlich sofort, warum darauf bisher noch niemand gekommen ist, so brilliant, eingängig und intuitiv ist dieser Ansatz. Man wird sicher das manuelle Coden von CSS mit diesem Editor nicht aufgeben, aber er ist perfekt für das Finetunen und Tweaken von Webseiten-Gerüsten geeignet und ist auch beim späteren Ändern oder Anpassen bereits vorhandener Webseiten eine unschätzbare Hilfe. Man kann hier “mal eben” mit neuen Parametern spielen, ohne jede kleine Änderung erstmal wider im Browser aufrufen zu müssen, denn alle Änderungen im Code in der Seitenleiste rechts werden sofort im Vorschaufenster angezeigt.
Um das zu Verdeutlichen: ziehe ich an einem Schieberegler für padding, werden die durch den Regler eingestellten Werte sofort im Vorschaufesnter angezeigt, das heisst, man kann die geänderten Abstände umgehend – quasi “animiert” – sehen.

Nach dem Bearbeiten kann man das geänderte Stylesheet abspeichern, es aber auch lokal speichern, so dass die eigentliche CSS-Datei auf dem Server unangetastet bleibt. Damit kann man auf leichte Weise auch unterschiedliche Template-Versionen generieren.

Die Basisversion von Stylizer ist kostenlos und bietet für 14 Tage auch die Funktionen der Ultimate-Version, danach werden die zwar abgeschaltet, aber auch mit nur den Basisfunktionen handelt es sich um ein immens mächtiges Tool, das eine gigantische Arbeitserleichterung bedeutet. Man möge mir meine Euphorie nachsehen, aber Stylizer ist wirklich brilliant und bisher der Fund des Jahres!

Das Gerüst in Aptana handgecodet, das Finetuning in Stylizer – ich habs ausprobiert, das klappt und macht sogar Spaß…

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2 Kommentare

  1. Frank
    Erstellt am 12. Mai 2010 um 10:29 | Permanent-Link

    Moin,
    ich habe auch seit einigen Tagen dieses Tool im Einsatz und kann Deine Euphorie absolut bestätigen. Proggen im Phase5 Editor und tunen im Stylizer. Es kann so einfach sein.

  2. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 12. Mai 2010 um 12:00 | Permanent-Link

    Absolut! Ich nutze zum Coden Aptana und mache seit ich ihn entdeckt habe das Finetuning bzw. spätere kleinere Designänderungen in Stylizer. Die Pro-Version ist Geld definitiv wert.

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