Dropbox im Alltag

Einen Dropbox-Account habe ich zwar bereits seit (wenn ich mich korrekt erinnere) fast drei Jahren, aber erst seit Kurzem sehe ich, wie hilfreich dieses Konzept tatsächlich ist.
Hintergrund: Ich habe mich kürzlich von Aptana als Web-IDE verabschiedet, da mir zum einen dessen Footprint zu groß war (allein der Start dauert gefühlte Ewigkeiten) und es zum anderen kaum möglich war, Projekte über mehrere Rechner gleich bearbeitbar zu halten. Umgestiegen bin ich auf Komodo Edit, das für meine Zwecke mehr als ausreichend ist und im gesamten Handling deutlich weniger sperrig daher kommt.

Die Projektdateien speichere ich im Dropbox-Ordner, der sich dann mittels des installierten Clients automatisch mit dem Webspeicher synchronisiert, und das auch auf allen anderen Rechnern auf denen ich mich mit demselben Konto anmelde, so dass ich auch auf dem Notebook oder dem Rechner im Wohnzimmer immer Zugriff auf die aktuellsten Versionen habe.

Der Clou daran ist aufgrund des Folder-Synchings, dass die Dateien lokal vorliegen und ich nicht zwingend online sein muss, um irgend etwas zu bearbeiten. Komme ich das nächste Mal ans Netz, werden die Folderinhalte automatisch von Dropbox abgeglichen. Bequemer geht’s kaum!

Eine weitere Möglichkeit ist, portable Versionen von Applikationen – wie man sie sonst auf dem USB-Stick mit sich herum trägt – einfach im Dropbox-Folder zu installieren. Auch darauf hat man dann jederzeit und auf allen Rechnern Zugriff und findet überall die aktuellen Einstellungen vor. Brilliant! Selbstverständlich kann man auch sonstige Dateien an denen man aktuell arbeitet in den Dropbox-Ordner verschieben. Neben einem privaten Folder, auf den man nur selbst Zugriff hat, kann man in einem offenen Bereich auch Dritten Dateien sehr einfach zur Verfügung stellen. Und benötigt man unterwegs Zugriff, ohne dass man einen seiner Rechner mit sich herumschleppt, kommt man über ein Webinterface an seine Dateien.

Nachdem ich diverse Cloud-Speicherdienste getestet hatte, waren die Herangehensweise (also die Bequemlichkeit) und das Handling von Dropbox bisher ungeschlagen. Sorgen darüber, ob die Inhalte aufgrund von Serverfehlern verschwinden könnten mache ich mir nicht, denn zum einen nutzt Dropbox Amazons S3-Cloud und zum anderen liegen die Daten ja uch bei mir (fast) immer redundant auf mehreren Rechnern vor.

Dropbox bietet in der kostenlosen Fassung bereits zwei Gigabyte Speicher, das sollte für viele Anwendungen völlig ausreichen, für $ 9,99 im Monat (oder $ 99,90 pro Jahr) gibt’s 50 Gigabyte. Klar sollte allerdings sein, dass die Dateigrößen sich in Grenzen halten sollten, denn auch wenn das Synching im Hintergrund abläuft ist das Hochladen „dicker Brocken“ angesichts der heutigen Upload-Geschwindigkeiten von Breitbandanschlüssen kein Spaß.

Ausprobieren! (und ich möchte an dieser Stelle selbstverständlich nicht verheimlichen, dass die Größe meines Speicherplatzes sich um 250 MB erhöht, wenn sich jemand über den Link anmeldet :o) Aber: wer sich darüber anmeldet, erhält diese 250 MB zusätzlich ebenfalls (bis maximal 8 GB).

Übrigens wird an diversen Stellen derzeit daran gearbeitet, diese Funktionalität auch ohne Dropbox auf einem eigenen Server via Open Source zur Verfügung zu stellen. Auch das werde ich mir ansehen, wenn es soweit ist (und darüber selbstverständlich berichten!).

Dropbox-Logo Copyright Dropbox

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Ein Trackback

  1. […] Stück weiter unten hatte ich über Dropbox berichtet. Leider hat sich der Dienst soeben selbst ins Aus befördert, denn wie netzpolitik.org meldet, hat […]

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