Amazon: „Send To Kindle“ – Dateien zum eReader schicken

Wenn man bisher Dokumente auf Amazons Lesegerät bekommen wollte, dann gab es die Option, sie als Dateianhang an eine spezielle Emailadresse zu schicken, die wurden dann vom Buchversender aufbereitet und via WiFi oder Whispernet ans Gerät geschickt. Jetzt bietet Amazon mit seiner Software „Send To Kindle“ eine einfacherer Möglichkeit – zumindest für Windows-Nutzer.

Nach der Installation klinkt sich „Send To Kindle“ zum einen ins Kontextmenü ein und stellt zum anderen einen Druckertreiber zur Verfügung. Bei beiden Optionen öffnet sich ein Dialogfenster, in dem man einen Titel und einen Autor für das Dokument angeben kann, außerdem muss man wählen, ob die Datei via WLAN oder Whispernet aufs Gerät kommen soll. Beim Weg über das Kontextmenü klappt das sogar mit mehreren Dateien gleichzeitig.

Je nach Dateiinhalt wird als PDF oder mobi übertragen, welche Fassung gewählt wird kann man nicht beeinflussen, das entscheidet die Software selbst.

Bei der Installation muss man in der Software seine Amazon-Anmeldedaten hinterlegen – aber das versteht sich von selbst, woher soll der Buchversender sonst auch wissen, an welches Gerät die Dateien geschickt werden sollen. Es bleibt natürlich der Beigeschmack, nicht kontrollieren zu können, was auf den Amazon-Servern mit den Dateien geschieht, deswegen sollte man sich genau überlegen, welche Art von Inhalten man auf diesem Weg auf den proprietären eReader schickt …

Als Alternative zur dedizierten Erzeugung eines eBooks über geeignete Tools taugt das Verfahren eher nicht, denn die Formatierung lässt zu wünschen übrig, es fehlt ein Cover und auch ein Inhaltsverzeichnis wird nicht eingebunden. Um „mal eben“ einen Text auf den Kindle zu bekommen, ist „Send To Kindle“ aber sehr brauchbar. Es kann auf der Webseite von Amazon.com herunter geladen werden.

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„Send To Kindle“-Logo Copyright 2012 Amazon.com

Dienstleistungen für eBook-Autoren

Ab sofort stelle ich auch Dienstleistungen für Autoren von eBooks zur Verfügung, die ihre Bücher auf Plattformen wie Amazons Kindle, Apples iPad oder sonstigen eReadern anbieten möchten.

Das umfasst sowohl die Erstellung von beispielsweise ePub- oder PDF-Dateien wie auch die Gestaltung von ansprechenden Covern, gerade letzteres leider immer wieder ein vernachlässigter Punkt bei der eBook-Realisierung, dabei ist doch gerade das Cover das erste, was der Kunde vom elektronischen Buch sieht.

Alle Details zur neuen Dienstleistung finden sich auf einer eigenen Seite, bei weiteren Fragen darf man mich gern kontaktieren!

Print On Demand mit epubli – ein Erfahrungsbericht

Inzwischen tummeln sich immer mehr Anbieter am Markt, die es auch dem „Normalverbraucher“ ermöglichen sollen, einzelne Bücher oder kleine Auflagen zu realisieren, ohne dass man dabei gleich dem Ruin anheim fällt. Da ich zu Testzwecken mal eine einzelne Ausgabe der STEAMPUNK-CHRONIKEN als Printausgabe zur Hand haben wollte, sah ich mir einige entsprechende Anbieter an, eine Liste findet man beispielsweise auf wege-zum-buch.de. Die Preisgestaltungen und Nutzungsbedingungen variieren hier zum Teil deutlich voneinander und die Konkurrenz ist offensichtlich noch nicht so groß, dass es keine Wucherpreise gäbe – vergleichen lohnt sich definitiv. Noch bis vor nicht allzu langer Zeit war Lulu.com der einzige gangbare Anbieter in dieser Richtung, hier hat sich jedoch einiges getan. Lulu brachte zudem immer das Problem der nicht unerheblichen Versandkosten mit sich, damit wurden die vergleichsweise günstigen Druckpreise auch für einzelne Bücher deutlich relativiert.

Meine Vorgabe für den Test war es erst einmal, ein Buch für den Eigenbedarf, quasi als „Ansichtsexemplar“ zu bestellen, ich war also weder an Autorenverträgen noch an einer ISBN-Nummer interessiert. Nach der Sichtung der verschiedenen Angebote, fiel meine Entscheidung auf epubli, eine Holtzbrinck-Tochter. Die boten mir an, mein Buch im A5-Format bei ca. 210 Seiten für ungefähr 11,50 Euro zu drucken – für ein einzelnes Exemplar, wohlgemerkt. Bestellt man mehr gibt es Rabatte. Dazu kommen natürlich noch Versandkosten, aber Details dazu später. Andere deutsche Anbieter waren deutlich teurer oder verlangten noch höhere Versandkosten als epubli.

Um ein Buchprojekt zu starten benötigt man noch nicht einmal ein Nutzerkonto, allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man selbstverständlich eins anlegen muss, um das Projekt speichern und insbesondere natürlich, um es bestellen zu können. Das darf man allerdings in einem späteren Schritt erledigen, den Einstieg macht epubli dem Nutzer leicht.

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