Share+ Social Buttons for Google Plus

Google Plus ist in aller Munde – na gut, zumindest bei den Early Adoptern und Webworkern. Und das trotz aller aktuellen Kontroversen, wie beispielsweise der Realnamenpflicht und dem Löschen von Konten wegen angeblich nicht statthafter Inhalte – dabei hat’s sogar William Shatner erwischt… Möglicherweise ist das alles noch dem Beta-Betrieb geschuldet, wir werden sehen. Wenn Google das allerdings tatsächlich so weiter durchziehen sollte, können die rekordverdächtigen 10 Millionen User, die wahrscheinlich von Facebooks Gutsherrenart die Nase gestrichen voll hatten, auch schnell wieder weiter gezogen sein… :)

Davon abgesehen suchte ich nach einer Möglichkeit, Beiträge zu „anderen Orten“ im Social Web weiter zu leiten, beispielsweise nach Facebook. Nach einigem Suchen und Probieren von mit zum Teil mit sehr heißen Nadeln gestrickten Ansätzen, fand ich das Chrome-Plugin Share+ Social Buttons for Google Plus.

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„Vergessen im Internet“ revisited: Stellungnahme des BMI

Nachdem ich in einem vorhergehenden Artikel auf eine in mehrfacher Hinsicht problematische Seite des BMI hingewiesen hatte, blieb trotz konkreter Anfrage eine Antwort aus; die Seite wurde allerdings halbherzig überarbeitet. Da ich um eine Stellungnahme gebeten hatte, jedoch keine kam und ich vermutete, dass man bei den Verantwortlichen die Sache einfach mal aussitzen wollte, habe ich nochmal nachgehakt und darauf hingewiesen, dass bei einer unterbleibenden Reaktion dann nur meine Meinung hier zu lesen sein wird. Das hat dann doch zu einer Antwort geführt, die ich wie angekündigt auch hier veröffentlichen möchte.

Den Inhalt des Antwortschreibens und meinen Kommentar dazu findet man im erweiterten Artikel.

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„Vergessen im Internet“, das Bundesinnenministerium und der Datenschutz

Unter der Schirmherrschaft unseres Innenministers Dr. Hans-Peter Friedrich (der bekanntermaßen erklärter Freund der Vorratsdatenspeicherung ist, und damit zumindest für mich bei dem Komplex „Datenschutz“ nicht glaubwürdig erscheint) geht es auf der Webseite vergessen-im-internet.de um einen Wettbewerb unter anderem eben um das Thema, dass Inhalte, die man ins Web stellt, dort potentiell lange verbleiben (können). Was die Aussage der Seite jetzt genau ist, erschließt sich mir allerdings nicht so recht, denn was will man denn in einem dezentralen, mehrfach redundanten Netzwerk dagegen unternehmen? Ohne das Internet in eine vollkommen staatliche kontrollierte „Sicherheitszone“ umzubauen, meine ich jetzt? Wäre es seitens des Staates nicht viel sinnvoller und zielführender, die vorhandenen Datenschutzgesetze endlich mal konsequent anzuwenden, eben auch gegen Google, Facebook und Co – und sich selbst?

Aber davon mal abgesehen leistet sich die Seite bereits auf den ersten Blick (ohne tiefer zu graben) einige peinliche Patzer in Sachen Datenschutz. Als da wären:

* jQuery wird von Googleapis aus eingebunden. Was Google da alles mitlogged will man sich gar nicht vorstellen. Eine Lösung wäre hier einfach, man könnte schlicht die jQuery-Bibliotheken auf den eigenen Server legen und gut ist.

* Eine Facebook-Like-Funktion wird eingebunden, versteckt in einer eigenen Javascript-Datei statt direkt am verwendeten Link, der vor allem noch nicht einmal einer der bekannten Like-Buttons ist, sondern völlig anders aussieht (das kann man fast schon vorsätzliche Nutzertäuschung nennen). Diese Like-Funktion kann man nur nutzen, wenn man bei Facebook angemeldet ist – es ist kein Geheimnis, dass Zuckerberg und Co das eifrig verwenden, um das Surfverhalten ihrer Nutzer zu protokollieren.

Vom Datenschutz abgesehen gibt es zudem massive Probleme mit der Barrierefreiheit. Seiten der Verwaltung unterliegen zwingend den Vorgaben der BITV, damit sie auch von Menschen mit Behinderungen problemlos verwendet werden können.

* Im vorliegenden Fall ist der Text-Content der Startseite weitestgehend nur als Grafik vorhanden, diese Grafik verfügt noch nicht einmal über einen befüllten ALT-Tag. Auch weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Barrierefreiheit (beispielsweise Tastaturnavigation) fehlen völlig. Warum wird auf einer Seite des Innenministeriums die BITV weitestgehend ignoriert und warum schließt man Behinderte aus? Die Seite nutzt als CMS Typo3, eine Umsetzung der BITV wäre damit problemlos möglich, warum also wurde darauf verzichtet?

Ich habe diese Fragen zu Datenschutz und Barrierefreiheit den Verantwortlichen für die Seite (also dem Bundesinnenministerium) per Email gestellt. Wenn eine Antwort kommt, werde ich darüber berichten. Wenn nicht natürlich ebenfalls. :o)

Erneutes Datenschutzleck bei SchülerVZ

Erneut gibt es bei SchülerVZ, der Social-Media-Plattform für Schüler, ein Datenleck, das den Zugriff auf die Daten der Nutzer zulässt. Netzpolitik.org wurden 1,6 Millionen Datensätze zugespielt, das sind 30% der Angemeldeten. Zuletzt gab es Ende letzten Jahres ein ähnliches Problem.

Was daran besonders bitter ist: erneut schmückt sich eine Plattform mit massiven Sicherheitsproblemen mit dem TÜV-Siegel für Datenschutz, das bereits im Zusammenhang mit Libri und anderen als fragwürdig in die einschlägigen Medien gekommen war. Zudem gab sogar die Stiftung Warentest erst kürzlich bei einem Test der namhaftesten Anbieter SchülerVZ in sachen Datenschutz deutlich bessere Noten als anderen Social-Media-Plattformen. Auch die Computer-Bild spendierte der Plattform in Sachen Privatsphäre einen einen ersten Platz, aber das erwähne ich nur der Vollständigkeit halber, denn wer die Inhalte des Blattes als ernsthaft betrachtet, dem gehört sofort der Computer abgenommen… :o)

Bei allen fragt man sich, was die eigentlich testen? Und man fragt sich weiterhin, ob das TÜV-Siegel etwas anderes ist, als eine Lizenz zum Geld drucken für den TÜV Rheinland? Hier liegt meiner Ansicht nach auch der eigentliche Skandal: da wird eine Seite getestet und eine Plakette vergeben, die dem Nutzer Sicherheit suggeriert, denn es handelt sich ja bei den Vergebern um eine angesehene Organisation. Wenn der Anbieter der zertifizierten Seite aber Änderungen vornimmt, kommt es offenbar nicht zu einer erneuten Prüfung (die kostet ja Geld). Die verantwortlichen beim TÜV sollten nochmal eingehend darüber nachdenken, was sie an dieser Zertifizierung bzw. der dauerhaften Kontrolle verbessern können, damit es nicht zu weiterer Rufschädigung und schlechter Presse kommt.

Update: Netzpolitik.org im Interview mit dem Entdecker des Datenlecks. Hintergründe und die Tatsache, dass SchülerVZ auf Kontaktaufnahmen zu dem Thema nicht reagiert…

2. Update: Hier noch ein Link zu einem Artikel bei Heise.

Facebook Likebox – wie man sie zum Funktionieren überredet

LikeboxFacebook bietet diverse Widgets an, die man in eigene Webseiten einbinden kann, um zu der Social Web Plattform verlinken zu können. Dazu gehört auch die „Facebook Like Box„, die einen „Gefällt mir“-Button liefert, den Stream der letzten Artikel auf Facebook zeigt und auf Wunsch auch die Leser der Facebook-Seite.

Der Generator auf der Likebutton-Seite erzeugt notwendigen Code, nachdem man über Checkboxen und Textfelder Parameter eingestellt hat. Bindet man den dann auf der eigenen Webseite ein, sieht man dummerweise statt der erwarteten Likebox nur eine Fehlermeldung.

Durch den Einsatz von Firebug und ein wenig genauem Hinsehen konnte ich das Problem aber lösen.

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Storytlr – Open Source Lifestreaming Application

Insbesondere der Webworker verfügt mit einiger Wahrscheinlichkeit über Konten bei den namhaftesten Social Media Networks. Die Informationen und Inhalte sind leider ein wenig verstreut, wäre es da nicht angenehm, sie zentral zu präsentieren, sei es nun für Besucher oder für einen selbst?

Die Möglichkeit ist mit Storytlr vorhanden, diese Webanwendung aggregiert die Inhalte aus

  • Delicious, Digg, StumbleUpon
  • Flickr, Picasa
  • Facebook, Twitter
  • Last.fm
  • & weiteren

zu etwas, das die Erfinder in bestem Neusprech Open Source Lifestreaming and Microblogging Application nennen.

Storytlr kommt mit einfach zu überarbeitenden Themes in HTML/CSS und benötigt zur Installation einen Webspace mit PHP und mySQL.

Spannend. Ich werde das mal ausprobieren und mich dann mit einem Erfahrungsbericht melden.